Was sind Informatiker eigentlich?

Informatiker sind Personen, die im Bereich der Informatik arbeiten oder forschen. Zu den Hauptaufgaben von Informatiker/innen gehört das Entwickeln, Programmieren und Modifizieren von Hard- und Software. Sie finden dabei digitale Lösungen für Anwender und Kunden. Die Lehre als Informatiker bietet vier Fachrichtungen, welche sich untereinander unterscheiden. Mehr dazu finden Sie auf dieser Seite.

Applikationsentwickler

Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung

Facts & Figures
Dauer der Lehre 4 Jahre
Sekundarstufen Sek A / Sek B
Berufsschule 1-2 Tage pro Woche
Überbetriebliche Kurse 42 Tage verteilt auf alle Lehrjahre
Berufmaturität möglich
Wichtige Fähigkeiten Abstraktes Denkvermögen
Team-/Kommunikations-
fähigkeit

Aufgaben:

Als Applikationsentwickler/in arbeiten Sie meist im Team mit anderen Fachleuten, wie z.B Systemtechnikern oder Betriebsinformatikern. Sie analysieren das Problem, erarbeiten mögliche Lösungsvorschläge evaluieren und zeigen deren Vor- und Nachteile auf. Dann gilt es, die optimale Lösung umzusetzen bzw. zu programmieren und auf Herz und Nieren zu testen, bevor sie eingeführt wird. Um eine optimale Lösung zu finden muss man oft eine kreative und logische Denkweise anwenden.

Anforderungen:

Als zukünftige/r Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung sollten Sie ein/e gute/r Teamplayer/in sein. Denn die Zusammenarbeit im Team ist in diesem Beruf von hoher Wichtigkeit. Ausserdem ist es wichtig zu verstehen, was der Kunde braucht und will. Um die Anliegen des Kunden zu verstehen ist ein gutes Auffassungsvermögen von Vorteil. Die zu entwickelnden Lösungen müssen vom Applikationsentwickler gefunden, entwickelt und präsentiert werden, daher ist es eine gute Voraussetzung, wenn man keine Angst vor dem Präsentieren hat.


Systemtechniker

Informatiker/in EFZ Systemtechnik

Facts & Figures
Dauer der Lehre 4 Jahre
Sekundarstufen Sek A / Sek B
Berufsschule 1-2 Tage pro Woche
Überbetriebliche Kurse 42 Tage verteilt auf alle Lehrjahre
Berufmaturität möglich
Wichtige Fähigkeiten Technisches Geschick
Kundenfreundlichkeit

Aufgaben:

Als Systemtechniker richtet man Hardware (Smartphones, Tablet, Tastatur, Lautsprächer) als auch deren Software (Instagram, Snapchat, Whatsapp, YouTube) ein. Dazu kommt noch das Erweitern bereits bestehender Konfigurationen. Im Beruf des Systemtechnikers muss man auch oftmals dem Kunden dabei helfen das neue System in Betrieb zu nehmen und ihm erklären, wie man dieses benutzt. Man ist zuständig fürs Planen, Realisieren, Dokumentieren und Warten von Netzwerken und richtet Arbeitsplätze ein (Internetzugang, Programme und andere Wünsche). Man überwacht Internet-Server und stellt sicher, dass diese möglichst ausfallsicher sind.

Anforderungen:

Die Teamarbeit ist selbstverständlich auch bei diesem Beruf wichtig, alleine könnte man grosse Netzwerke niemals warten und überwachen. Wenn ein Kunde ein Wunsch/Auftrag hat muss dieser gut Verstanden und Bearbeitet werden. Dazu ist ein gutes Auffassungsvermögen und technisches Geschick von Vorteil. Gute Noten in der Schule, sowie Interesse an mathematischen Fächern und Englisch sind auch von Vorteil. Disziplin ist vor allem bei zerbrechlichen Hardware-Teilen vonnöten.


Betriebsinformatiker

Informatiker/in EFZ Betriebsinformatik

Facts & Figures
Dauer der Lehre 4 Jahre
Sekundarstufen Sek A / Sek B
Berufsschule 1-2 Tage pro Woche
Überbetriebliche Kurse 42 Tage verteilt auf alle Lehrjahre
Berufmaturität möglich
Wichtige Fähigkeiten Logisches Denken
Team-/Kommunikations-
fähigkeit

Aufgaben:

Bei dem Beruf des Systemtechnikers hängen die Tätigkeiten stark von der Firma in der Sie angestellt sind ab. Sie müssen in der Lage sein, Kunden und Kundinnen bei Informatik-Problemen zu unterstützen und begleiten. Das Inbetriebnehmen von neuen Geräten, sowie das Einrichten und Warten von Servern ist ein grosser Bestandteil des Berufs. Je nach Firma arbeiten Sie auch im Kundensupport und betreut Kunden/innen, die ein Anliegen oder ein Problem haben. Wie in den anderen Informatikfachrichtungen ist auch hier das Finden von digitalen Lösungen ein Bestandteil.

Anforderungen:

Auch hier ist das Arbeiten im Team ein wichtiger Bestandteil des Berufs. Der Betriebsinformatiker arbeitet zum grossen Teil im Team und nicht alleine. Der Umgang mit Kunden verlangt das Auffassen, Planen, Dokumentieren und Realisieren von Projekten, die zur Problemlösung beitragen. Für einen Betriebsinformatiker ist es wichtig einen guten Eindruck bei Kunden zu hinterlassen und eine höfliche Ausdrucksweise zu besitzen. In der Schule sind gute Noten und Interesse an mathematischen Fächern, sowie in Deutsch und Englisch von grossem Vorteil.


ICT-Fachmann

ICT-Fachfrau / ICT-Fachman EFZ

Facts & Figures
Dauer der Lehre 3 Jahre
Sekundarstufe Sek B
Berufsschule 1-2 Tage pro Woche
Überbetriebliche Kurse 24 Tage verteilt auf alle Lehrjahre
Berufmaturität Nicht möglich
Wichtige Fähigkeiten Technisches Geschick,
Sozialkompetenzen,
Kundenfreundlichkeit

Aufgaben:

Als ICT-Fachmann / ICT-Fachfrau betreut man Kunden und Kundinnen. Hier ist es durchaus üblich alleine und nicht im Team zu arbeiten. Im ICT-Support installieren und konfigurieren Sie Hardware und Software, erweitern die Konfigurationen des Kunden und helfen den Kunden / Anwendern ihre Systeme in Betrieb zu nehmen. Wenn ein Kunde auf ein digitales Problem oder einen Hardware-Fehler stösst, ist der ICT-Support dafür zuständig den Kunden / Anwender bei seinem technischen Problem zu unterstützen.

Anforderungen:

Als ICT-Fachmann / ICT-Fachfrau ist vor allem die Kommunikation eine der wichtigsten Eigenschaften, die Sie mitbringen müssen. Das heisst es wird erwartet, dass Sie Freude am Umgang mit Menschen haben, seien es Kunden oder Teamkameraden. Erweiterte Englisch-Kenntnisse sind in diesem Beruf ein Vorteil, da viele Fachbegriffe auf Englisch sind. Der ICT-Fachman / die ICT-Fachfrau ist oft für die Installation und Konfiguration von Hardware, sowie Software zuständig, deshalb muss man Abläufe studieren und analysieren können.


Weitere Informationen unter ICT-Berufsbildung